Mobilität und Energie neu gedacht.

Das Reallabor Sisslerfeld ist eine wegweisende Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Forschungsschwerpunkt Automation unter Leitung der ETH Zürich ins Leben gerufen wurde. Diese Partnerschaft stärkt unsere Mission, innovative Lösungen in den Bereichen Mobilität und Energie zu erforschen und zu entwickeln. Dank der Unterstützung und Expertise dieser angesehenen Institutionen sind wir auf dem besten Weg, das Sisslerfeld zu einem Zentrum für nachhaltige Innovationen zu machen. Hier ein Einblick in unsere Projekte:

Mitglieder profitieren…

… vom Zugang zu Projektgruppen und deren Ergebnissen,

… von der Möglichkeit an laufenden Projekten mitzuwirken,

… von der Möglichkeit neue Projekte einzubringen.

teilprojekte

Veloerreichbarkeit Sisslerfeld

Mitglieder erhalten einen Einblick in die Velo-Verkehrsplanung und können die Resultate auch beispielsweise für ihr Corporate Mobility management nutzen. Von verbesserter Veloinfrastruktur für unterschiedliche Nutzergruppen profitieren alle.

Die Bachelorarbeit analysiert die Veloverbindungen im Sisslerfeld mithilfe der LTS-Methode (Level of Traffic Stress). Verschiedene Nutzendengruppen wurden berücksichtigt, um die Bedürfnisse unsicherer sowie erfahrener Radfahrer zu erfüllen. Konkrete Verbesserungsmaßnahmen wie neue Verbindungen und angepasste Kreuzungen wurden entwickelt. Das Projekt hebt die Bedeutung sicherer Velorouten hervor und zeigt, dass zukünftige Infrastrukturplanungen auf diese Bedürfnisse abgestimmt werden sollten.

Integrated Energy Systems planning - ein digitaler Zwilling für Energieflüsse

Mitglieder profitieren vom Einblick in wirtschaftliche Energieszenarien 2040 und state-of-the-art Methoden für eine optimierte Energieflussplanung; beteiligte Unternehmen erhalten darüber hinaus auf Basis ihrer Daten eine Analyse ihres energetischen Optimierungspotentials.

Das Projekt verfolgt das Ziel, bis 2040 eine kontinuierliche integrierte Energieplanung für das ESP Sisslerfeld umzusetzen und dabei die neuesten Konzepte in einem digitalen Zwilling zu demonstrieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Suche nach einer kostengünstigen Lösung für netto-null CO2-Emissionen, wobei das Potenzial für Synergien zwischen verschiedenen Sektoren, Industrien und Haushalten berücksichtigt wird. Das Projekt erstreckt sich über die Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein und zielt darauf ab, CO2-negative Technologien zu suchen und den Anteil erneuerbarer Energien vor Ort zu erhöhen, insbesondere im Bereich Heizung und Kühlung. Die Nutzung eines Multi-energy Netzwerks und die Synergiepotenziale zwischen verschiedenen Technologien stehen dabei im Mittelpunkt.

Drones for Swiss Mobility – Verkehrsflussanalysen unter Einsatz von Drohnen

Mitglieder profitieren von Erfahrungen aus dem Projekt in Bezug zu einer konkreten Anwendung von künstlicher Intelligenz und Drohnentechnologie; Idealerweise können Rückschlüsse für das eigene Mobilitätsmanagement gezogen werden.

Das Projekt, unter Leitung von Prof. Nikolas Geroliminis und in Partnerschaft mit dem Kanton Aargau, misst mit Drohnenvideos Verkehrsflüsse über ein grösseres Gebiet als mit bisherigen Methoden. So können beispielsweise die Ursachen von Staus, die Nutzung alternativer Verkehrsmittel (Velo, Scooter, etc.) und Parkplatzausnutzung untersucht werden. Ergebnisse sollen zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Verbesserung der Verkehrssicherheit führen. Mit vier Arbeitspaketen deckt das Projekt Drohnenexperimente, Videoanalytik, Mobilitätsanalytik und die Erstellung eines Abschlussberichts ab. Die Verkehrsflüsse werden gemessen in Stein, Laufenburg und Frick.

Energy Kiosk

Mitglieder profitieren von den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich Datenvisualisierung um komplexe Sachverhalte und grosse Datenmengen einfach verständlich und attraktiv darzustellen. Ausserdem können Mitglieder den Energiekiosk auch auf eigenen Veranstaltungen nutzen.

Das Projekt visualisiert öffentlich verfügbare Daten – sogenannte Open Data – aus Schweizer Gemeinden zum Thema Energie und Mobilität in einem mobilen Kiosksystem basierend aus Touchscreen und Laptop. 

Das Konzept diente als Experimentierplatform wie aus technischen Daten, spielerische Erfahrungen und räumliche Zusammenhänge für Anwohnerinnen und Anwohner aufbereitet werden können. 

Als Konzept wird der Energiekiosk vom NCCR Automation weiterentwickelt.

Vision Net-Zero 2040

Mitglieder profitieren von Inspirationen für eigene Strategien im Bereich Energie und Nachhaltigkeit. Mitglieder haben auch einen direkten Zugang zu den Verantwortlichen der ETH um eigene Case Studies anzubieten. 

«Case Studies: Energy Systems and Technology» ist ein Kurs im Rahmen des Masterstudiengangs Energy Science and Technology (MEST) an der ETH Zürich. Über zwei Semester arbeiten jeweils 5 Studierende an visionären Ansetzen, die konkret für die lokalen Unternehmen relevant werden könnten. Die Vision einer CO2-neutralen Arbeitszone im Sisslerfeld im Jahr 2040 wurde im Frühling 2023 an der ETH Zürich vorgestellt.

Eine neue Case Study (Thema offen) soll im September 2024 lanciert werden.

fördermittel
Dr. Ralf Dümpelmann

Das Reallabor Sisslerfeld vergibt selbst keine Finanzmittel, doch wir unterstützen Sie aktiv bei der Partnersuche und helfen Ihnen, geeignete Finanzierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Im Vorstand stehen Ihnen Ralf Dümpelmann für Innovationsfördergelder und Benjamin Sawicki für Kooperationen mit Hochschulen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Kanton Aargau stehen zahlreiche Fördermittel für Produktinnovationen, Energiesparmaßnahmen und Mobilitätsanreize zur Verfügung. Das Hightech Zentrum Aargau bietet zudem ein umfassendes Beratungsangebot, um Unternehmen bei der Realisierung ihrer Projekte zu unterstützen.

Auf Bundesebene können Unternehmen von verschiedenen Fördermitteln profitieren, darunter Innosuisse, das Innobooster-Programm, das innovative Projekte unterstützt. Zudem bieten die einzelnen Bundesämter, wie das BFE, gezielte Programme für Pilot- und Demonstrationsprojekte an, die den Technologietransfer fördern.